Künftige Einsatzkräfte zu Besuch

von

Vorschulkinder bei der Feuerwehr Wolfsegg

PA-Träger

"Nein, das ist nicht Darth Vader, der böse Knabe aus Star Wars...", gab Vorstand Frank mit einem Augenzwinkern zu verstehen, als er den Vorschulkindern einen in kompletter Montur ausgerüsteten Atemschutzträger vorstellte.
PA-Träger Peter Bauer hat es sich nicht nehmen lassen, und sich trotz der hohen Temparaturen vollständig eingekleidet den 11 beeindruckten Vorschulkindern präsentiert.
"Wenns mal brennt, und ihr seid eingeschlossen, dann habt bitte keine Angst, wenn so einer plötzlich mit seiner Atemschutzmaske vor euch steht. Auch wenn der etwas unheimlich wirkt, er will euch nur in Sicherheit bringen.", so Frank weiter.

Die Kinder wurden auch darauf aufmerksam gemacht, dass niemand diese Maske einfach so anziehen darf um in einen Einsatz zu marschieren. Man muss sich vorher einer bestimmten Untersuchung unterziehen, der sog. G 26. Erst nach einem wichtigen Belastungstest wird entschieden, ob man Atemschutzträger werden kann.

Rauch- und Druckknopfmelder

Grund dieser Vorführung war der Besuch der Kindergartenkinder am vergangenen Freitagabend. Das erste Spektakel erwartete die Gruppe bereits, als sie zusammen mit dem Kindergartenpersonal in dem riesigen HLF zum Gerätehaus chauffiert wurden. Aufgeregt und voller Vorfreude stiegen die vielleicht baldigen Nachwuchsfeuerwehrler aus und warteten gespannt auf den Ablauf.
Nach der Begrüßung ging es ersteinmal in den Schulungsraum der Feuerwehr, wo Roland Frank den Kindern das Team vorstellte und die jeweiligen Aufgaben kurz erklärte.
Nachdem der Rauchmelder ausgiebig besprochen war, wurden auch Themen wie Rettungswege, Rettungszeichen, Sammelschilder und Druckknopfmelder angesprochen und gezeigt.

Ein toller Einstieg für die darauf folgende Übung war die sog. Notrufabfrage. Hier haben die Feuerwehrler eine eigens dafür improvisierte Leitstelle bzw. Notrufzentrale bereit gestellt, besetzt durch den ehem. Kommandanten Johann Stegerer. Teils voller Ehrfurcht wählten die Kleinen die Notrufnummer... der Fantasie waren hier keine Grenzen gesetzt. So brannte es beispielsweise im Kinder- oder Wohnzimmer, in der Küche oder im Schuppen.
Ziel dieser Übung war es, den Kindern die Scheu vor einem 112-Notruf zu nehmen, damit sie diesen auch absetzen würden, falls ihnen einmal Angst und Bang sein sollte. 
Manch ein Dreikäsehoch kannte den Schutzanzug bereits, den Markus Beer vorführte. Kein Wunder, ist es doch das am häufigsten getragene Kleidungsstück in der Feuerwehr, in dem die Aktiven ihren Dienst ausüben.

Luftwiderstand

Nach einer kurzen Trinkpause ging es weiter in den Hof zu einer kleinen Fahrzeugkunde. Tief beeindruckt waren alle, als plötzlich der Lichtmast per Knopfdruck über dem Dach des HLFs thronte und die Scheinwerfer den Platz erhellten. Sichtlich Spaß hat es gemacht, als das große Gebläse eingeschalten wurde. Die ganz mutigen waren fasziniert, haben sich getraut und gegen den Wind "gekämpft".

Ein weiteres Highlight ließ im Anschluss nicht lange auf sich warten. Die künftigen ABC-Schützen durften doch tatsächlich mittels einer Kübelspritze selbst ein "lichterloh brennendes Haus" löschen.
"Puuuh, ganz schön anstrengend!", war es zwischendurch zu hören. Das war jedoch noch nicht alles... denn der zweite Kommandant, Sebastian Bach, wartete schon mit einem weiteren Spektakel.
Jeder der Zwergerl durfte, natürlich mit Unterstützung, auch noch "richtig" löschen und ein echtes Mehrzweck- oder Hohlstrahlrohr halten, bzw. auch betätigen.

Bevor die Kinder mit den Feuerwehrautos zu ihrem Ausgangspunkt für ihre Waldwanderung gefahren wurden, gab es für alle noch ein leckeres Eis nach Wahl. Bei der Abfahrt waren nur strahlende Gesichter zu sehen und somit freut sich die FF Wolfsegg im nächsten Jahr wieder auf die nächsten Besucher vom Kindergarten.

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